Sonntag, 21. Februar 2010

Das Messer (1985)

DAS MESSER (Jagged Edge) gehört zu den besten Gerichts-Thrillern, die in den letzten Jahrzehnten aus Hollywood gekommen sind, und er vermag auch heute noch zu überzeugen, weil hier in jeder Hinsicht hochklassig gearbeitet wird. Das Drehbuch von Joe Eszterhas (bevor er nur noch sexistische Voyeurs-Fantasien wie SHOWGIRLS ablieferte und seine Karriere ruinierte) ist straff, effizient, die Charaktere differenziert und auf den Punkt gezeichnet. Das große Vergnügen des Film ist es, Glenn Close kurz vor ihrem großen Durchbruch zuzusehen. Sie füllt ihre Rolle der besessenen Anwältin, die sich in ihren Mandanten verliebt - welcher vielleicht oder auch nicht ein brutaler Mörder sein könnte - mit Leben, Reife und Sympathie. Auch Jeff Bridges liefert eine glaubwürdige Darstellung ab, und die Frage "War er es, oder war er es nicht?" hält den Film konstant auf Hochspannung, obwohl streng genommen nicht viel passiert. John Barry hat für "Das Messer" einen unaufdringlichen Score komponiert, der sich perfekt einfügt.
FAZIT: beste Hollywood-Unterhaltung auf hohem Niveau - nicht tiefgründig oder künstlerisch wertvoll, aber unglaublich spannend.

09/10

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