Dienstag, 16. Februar 2010

Warte, bis es dunkel ist (1967)

Terence Youngs Verfilmung des Bühnenstückes von Frederick Knott ist ein Meisterstück an Spannung, die sich langsam, aber unaufhörlich aufbaut und beinahe unerträglich intensiv wird. Bis zum erschreckenden Finale, das einen der effektivsten Filmschocks aller Zeiten beinhaltet (und niemanden kalt lässt), verzichtet er auf jede Sensationshascherei oder plumpe Effekte.

Die Story: in der Wohnung der blinden Susy befindet sich eine Puppe, die von drei Gangstern gesucht wird. Zu diesem Zweck entwickeln sie einen teuflischen Plan, um während Susys Anwesenheit die Wohnung durchsuchen zu können. Das zunächst hilflose, freundliche Opfer ahnt aber bald, was wirklich vor sich geht...

Der Film lebt natürlich vor allem von der großartigen Leistung von Audrey Hepburn, die in keines der schlimmen "Blinden im Film"- Klischees verfällt, sondern eine erwachsene, eigensinnige und starke Frau verkörpert, die zwar voller Panik und Angst geschüttelt werden kann, aber gleichzeitig auch in der Lage ist, sich zur Wehr zu setzen. Zusammen mit Alan Arkin, der einen der bedrohlichsten, unberechenbarsten Bösewichter der Filmgeschichte darstellt (indem er paradoxerweise vollkommen zurückhaltend agiert - bis zum Finale!) sorgt sie dafür, dass der Film auch heute noch überzeugt, obwohl er kaum Action, viele Dialoge und nur einen Schauplatz anbietet.

10/10

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